31. Tag, Freitag, 10.07.2009

Veröffentlicht auf von Achim Packmohr

Burgos - Castrojeriz
Tages-km: 58
Gesamt-km: 2088
Höhenmeter: 362


Es wundert mich nicht, wenn man Burgos die kälteste Stadt Spanien nennt. 12 Grad waren es gerade gegen halb acht, als ich mich auf den Weg machte. Nichts desto Trotz ist es eine fantastische Stadt. Diesmal kam, im Gegensatz zum letzten Jahr, gleich die Sonne heraus, und die Kathedrale sah doppelt so schön aus. Dann ging es hinaus aufs Land, hinein in die Meseta, die ich so sehr liebe. Diese baum- und strauchlose Wüste ist grandios. Diesmal hat das Licht diese schneidende Schärfe, diesmal ist nichts unwahrscheinlicher als Regen. Im letzten Jahr fand ich  im Schauer einen kleinen Unterschlupf, eit außerhalb aller Ortschaften. Jetzt war alles verwaist, keine freundlichen Bauarbeiter waren da, die mir Vino Tinto anboten. Weiter ging die Fahrt. In Hontanas soll es noch wilde Hunde geben. Der einzige, den ich sah, war eine jämmerliche Kreatur, vor der ich mehr Mitleid als Angst hatte. Nachdem ich die Ruinen des einst so namhaften Klosters und Hospizes St. Anton passiert hatte, war es nicht mehr weit bis Castrojeriz. Im Vorjahr wollte ich hier Camping machen. Das fiel aber wegen des schlechten Wetters aus. Heute wäre jeder dumm, wenn er es nicht machen würde.

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Veröffentlicht in Mein Jakobsweg 2009

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