26. Tag, Sonntag, 05.07.2009

Veröffentlicht auf von Achim Packmohr

Saint-Jean-Pied-de Port - Pamplona (E)
Tages-km: 71
Gesamt-km: 1761
Höhenmeter: 1282


Um sechs Uhr aufgestanden. Regen. Zelt nass. Was tun? Na, Regenbekleidung anziehen und fertig machen. Das nasse Zelt einpacken und los geht's. Vor der Abfahrt wieder Regenklamotten aus. Der Regen ist nur noch ein Nieseln, und ich weiß ja: In der undurchlässigen Kleidung schwitzt man ja schon nach fünf Minuten Fahrt. Zunächst acht Kilometer "Anrollen", dann beginnt der Aufstieg. Ich stochere durch den Nebel. Alles ist feucht und modrig, höchstens zehn Meter Sicht voraus. Nun fällt mir doch noch Hape Kerkelings Buch ein. Auch er startete bei solch einem Wetter. Bei km-Stand 27 habe ich den Ibaneta-Pass bezwungen. Ging besser, als ich dachte. Dann die kurze Abfahrt hinab nach Ronquesvalles. Nicht viel los, hier. Beim Betreten des Pilgerbüros kurzes Umdenken: Nicht mehr "Bon Jour", sondern "Buenos Dias" ist jetzt angesagt. Dann das erste "Bocadillo de Jamon" und einen "Cafe con Leche" im nächsten Lokal geordert. Sofort setzt sich ein Spanier zu mir und wir führen ein lockeres Gespräch über meine Pilgertour. "Schlechtes Wetter hier", sage ich. "Du wirst sehen, nach einem Kilometer scheint die Sonne und der Himmel ist blau." So ist es dann auch. Noch zwei Berge wollen bezwungen sein, bis ich in meinem Refugio eintreffe. Der Hospitalero ist nett und führt mich herum. Dann beginnt wieder die Pflicht: Nicht nur die verschwitzte Kleidung will gewaschen sein. Nein, mein Zelt und die Regensachen sind auch noch nass. Also, alles auspacken und zum Trocknen auf den Balkon damit. Puh. . .

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Veröffentlicht in Mein Jakobsweg 2009

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