18. Tag, Freitag

Veröffentlicht auf von Achim Packmohr

Solignac - Thiviers
Tages-km: 65
Gesamt-km: 1278

Das war eine Nacht - wie Gott in Frankreich... Heut musste ich tatsächlich heulen. Wusste nicht, dass es noch Menschen gibt, die einem, obwohl gänzlich unbekannt, Kost und Logis geben - vollkommen kostenlos, versteht sich. Diese beiden Leutchen waren so voller Liebe. Sie freuten sich, dass sie einem Pilger Unterkunft gewähren konnten. Warum, so fragte ich mich, bekriegen sich die Menschen, obwohl sie sich doch im Grunde mögen? Das steuern andere, und die sind die Verbrecher!

Der Tag fing mit Nieselregen an. Ich fuhr eine breitere Departementsstraße. Die Lkw brausen wieder vorbei. Ist aber, glaube ich, trotzdem der bessere Weg. Man braucht nicht so oft die Karte. Es geht schneller voran. Nachteil: Die Umgebung ist nicht so schön.
schön.

Einkauf
Einkauf im Casino-Hypermarché. Es goss mal wieder wie aus Eimern. Macht mir kaum noch etwas aus. Jeder, der mir Auskunft gibt, wünscht lächelnd "Bon Courage". Das heißt gar nicht "Guten Mut". Ich wette, es heißt "Du arme S..".
".

Am
Am Nachmittag traf ich in Thiviers ein und nahm mir ein Fremdenzimmer. Habe viele Sachen zu trocknen. Morgen soll das Wetter wieder besser sein. Bin jetzt im Perigord.
sanfter.
 
Meine
Meine Erkenntnis des Tages:
Die Berge werden langsam sanfter.
sanfter.

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Veröffentlicht in Mein Jakobsweg 2008

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