8. Tag, Dienstag

Veröffentlicht auf von Achim Packmohr

Les Patey - Gy
Tages-km: 71
Gesamt-km: 578

Zu diesem Tag gibt es eigentlich nur drei Worte zu sagen: Regen, Regen, Regen! Ich hätte nicht geglaubt, dass es stundenlang wie aus Kübeln gießen kann. Bei Regen losfahren zu müssen, ist deprimierend. Über die Eigenschaften meiner Regenbekleidung habe ich mich ja schon geäußert, es kommt von außen nichts rein und von innen nichts raus. So schmort man im eigenen Saft. Die Straßenkarte wird nass und nässer. Kein Wunder, wenn man sich verfährt. In den Häusern der kleinen Dörfer brennt Licht, Autos stehen davor, ab und zu bellt ein Hund, die Haustüren sind nicht verschlossen, aber kein Mensch ist zu sehen, kein Mensch!

In einer Werkstatt fand ich ein Ehepaar. Kam weder mit Englisch noch mit Deutsch weiter. Sie luden mich ein - es gab Kaffee und Gebäck. Das schmeckt auch ohne Konversation. Mit Hilfe der ausführlichen Skizze dieses Mannes fand ich dann endlich den Weg nach Gy, wieder so einem Kaff am A.... der Welt. Ich bezog mein Chambre d´Hotes. Dies war von den netten Wirtsleuten aus Les Patey vorbestellt worden.

Zur "Belohnung" für die heutige Strapaze durfte ich am Abend doch noch etwas Deutsch sprechen. Zwei Fußpilgerinnen aus der Freiburger Ecke verirrten sich hierher. Sie wollen in 17 Jahren Santiago erreicht haben - jedes Jahr eine Woche pilgern. Hört, hört! 


Meine
Meine Erkenntnis des Tages:
Ich hätte nie gedacht, dass es sechs Stunden wie aus Kübeln gießen kann.

 
 

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Veröffentlicht in Mein Jakobsweg 2008

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